DU-Klausel
Wenn du im öffentlichen Dienst arbeitest, hängt deine finanzielle Zukunft stark von einem Punkt ab, den viele erst viel zu spät beachten. Der Dienstunfähigkeitsklausel. Sie entscheidet im Ernstfall darüber, ob deine Absicherung wirklich zu dir als Beamter, Beamtin oder Beamtenanwärter passt oder ob du trotz Versicherung mit einer Versorgungslücke leben musst.
Dienstunfähigkeit ist keine normale Berufsunfähigkeit. Über deine Dienstfähigkeit entscheidet nicht irgendein Gutachter, sondern dein Dienstherr auf Basis der amtsärztlichen Untersuchung. Eine gute Dienstunfähigkeitsklausel greift diese Entscheidung auf und sorgt dafür, dass auch deine private Absicherung dazu passt. Eine schwache oder ungenaue Formulierung kann dagegen dazu führen, dass der Versicherer ganz anders prüft als dein Dienstherr und Leistungen ablehnt, obwohl du bereits aus dem Dienst genommen wurdest.
Auf dieser Seite zeigen wir dir verständlich, woran du eine starke Dienstunfähigkeitsklausel erkennst, welche Unterschiede es zwischen echter und eingeschränkter Klausel gibt und warum das besonders für Lehrer, Polizisten, Zollbeamte, Feuerwehrbeamte, Richter, Referendare und Dienstanfänger so wichtig ist. So kannst du gezielt prüfen, ob deine bestehende Absicherung wirklich zu deinem Status im öffentlichen Dienst passt oder ob ein Update sinnvoll ist.
Wann eine teilweise Dienstunfähigkeit zur Auszahlung führt
Bei einigen Tarifen gibt es ergänzende Regelungen, die auch bei einer teilweisen Dienstunfähigkeit greifen. Diese greifen, wenn du deine Tätigkeit nicht vollständig aufgeben musst, sondern nur eingeschränkt weiterführen kannst. Zum Beispiel, wenn du nicht mehr voll arbeitsfähig bist, aber noch in reduziertem Umfang eingesetzt werden kannst. In solchen Fällen zahlt die Versicherung eine anteilige Rente, abhängig von deinem tatsächlichen Grad der Einschränkung. Gerade bei chronischen Erkrankungen oder dauerhafter Belastungsgrenze kann diese Variante sinnvoll sein.
Worauf du beim Vertragsabschluss besonders achten solltest
Wenn du über eine Absicherung nachdenkst, solltest du nicht nur auf die Höhe der monatlichen Rente achten, sondern besonders auf die genaue Definition der Dienstunfähigkeit im Vertrag. Eine vollständig formulierte Klausel ist besonders wichtig, wenn du dich auf eine klare, nachvollziehbare Leistungszusage verlassen willst. Für Berufe mit besonderen Anforderungen, wie im Polizeidienst oder bei der Feuerwehr, ist eine spezifische Regelung sinnvoll, die auf deine Tätigkeit zugeschnitten ist. Diese erkennt bereits eine eingeschränkte Verwendbarkeit als Auslöser für den Leistungsfall an.
Außerdem lohnt es sich, auf Nachversicherungsoptionen zu achten, mit denen du deine Absicherung später ohne erneute Gesundheitsprüfung anpassen kannst. So bleibt dein Schutz flexibel und wächst mit deinem Berufsweg mit. Eine fundierte Beratung hilft dir dabei, genau den Tarif zu finden, der zu deiner persönlichen Situation passt.
Tarife, die Dienstunfähigkeit absichern
Mehrere Versicherer haben Tarife entwickelt, die auf Beamte und insbesondere auf den öffentlichen Dienst zugeschnitten sind. Besonders relevant sind Tarife mit echter oder spezieller Dienstunfähigkeitsklausel:
- Die Bayerische: BU PROTECT mit echter Dienstunfähigkeitsklausel
- uniVersa: PremiumSBU25 oder ExklusivSBU25 mit spezieller DU-Klausel für Polizisten
- DBV (Deutsche Beamtenversicherung): SmartFlex-Tarif mit spezieller DU-Regelung für Vollzugsbeamte
- Signal Iduna: Exklusiv-Plus mit Dienstunfähigkeitsregelung für Polizei und Feuerwehr
- Allianz: BU-StartPolice mit Dienstunfähigkeitsklausel und Erweiterungsoption für Vollzugsbeamte
Ein individueller Vergleich ist wichtig, da sich die Bedingungen, Nachversicherungsoptionen und Definitionen teils deutlich unterscheiden.











