Inhaltsübersicht

Referendariat Jura - Der Überblick

    Zusammenfassung Referendariat Jura

    Welche Rahmenbedingungen solltest du kennen?

    Nach dem Abschluss der ersten juristischen Prüfung, dem sogenannten Referendarexamen, steht dem juristischen Vorbereitungsdienst nichts mehr im Weg und das Referendariat kann angetreten werden. Die Entscheidung, in welchem Bundesland und bei welchem Oberlandesgericht eine Bewerbung von Vorteil ist, muss individuell getroffen werden. Doch die jeweiligen Bundesländer weisen im Ablauf des juristischen Referendariats erhebliche Unterschiede auf. Welche Informationen zum Referendariat Jura es im Besonderen zu beachten gilt und welche Fakten vor dem Antritt des Vorbereitungsdienstes unbedingt beachtet werden sollten, erfährst du im Folgenden.

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    Der Ablauf

    Was ist das Referendariat Jura?

    Das juristische Referendariat treten Juristinnen und Juristen nach ihrem erfolgreich abgeschlossenen Studium der Rechtswissenschaft und dem damit einhergehend bestandenen Referendarexamen an, um die Befähigung zum Ausüben eines Richteramts, einer Anwalts- oder Notartätigkeit zu erhalten. Innerhalb des juristischen Vorbereitungsdienstes durchläuft die Referendarin bzw. der Referendar allerlei Stationen, welche sich in ihrer Reihenfolge je nach Bundesland unterscheiden können. In den meisten deutschen Bundesländern ist die Reihenfolge der Stationen und somit der Ablauf des Referendariats jedoch deckungsgleich.

    Das Referendariat beginnt mit der Zivilrechts-, der Strafrechts- und der Verwaltungsstation. Im Laufe der Zivilrechtsstation wird die Referendarin bzw. der Referendar einem Richter-, Amts- oder Landgericht zugewiesen, während die Strafrechtsstation aus Teilnahmen an Strafverhandlungen und der Zusammenarbeit mit einem Staatsanwalt oder einem Strafrichter besteht. Die Verwaltungsstation bietet einen Einblick in die Tätigkeit einer Verwaltungsbehörde. Im Anschluss daran wird die sogenannte Anwaltsstation durchlaufen, welche mit den finalen Klausuren des Referendariats endet. Der Umfang der abzulegenden Prüfungen unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland und liegt zwischen sieben und elf schriftlichen Klausuren. Die letzte Station des Referendariats, welche als alleinige Voraussetzung einen juristischen Kontext innehaben muss, kann nach individuellen Interessen und Wünschen gewählt werden. Diese Wahlstation bietet die Möglichkeit, einen noch intensiveren Einblick in bereits favorisierte Gebiete zu erhalten oder einen Überblick eines bestimmten Fachbereichs zu gewinnen. Einige Juristinnen und Juristen fassen den Entschluss, diese Station im Ausland zu absolvieren, da die Wahlstation die unabhängigste Zeit des Referendariats darstellt; die schriftlichen Prüfungen sind absolviert und es folgt lediglich die abschließende mündliche Prüfung des juristischen Referendariats, welche aus einem Aktenvortrag und mehreren Prüfungsgesprächen in verschiedenen Fachbereichen besteht.

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    Unterschiede zwischen den Bundesländern

    Wann beginnt das Referendariat Jura?

    Die einzelnen Bundesländer Deutschlands stellen unterschiedlich viele Termine für den Einstieg in das juristische Referendariat zur Verfügung. Während Berlin zu vier verschiedenen Zeitpunkten im Jahr – jeweils zum 1. Februar, Mai, August wie auch November – die Möglichkeit bietet, das Referendariat anzutreten, eröffnen sowohl Bayern als auch Baden-Württemberg lediglich zwei mögliche Einstellungstermine im Jahr; jeweils den 1. April wie auch den 1. Oktober. Nordrhein-Westfalen ist hingegen das einzige Bundesland, welches sogar monatlich die Möglichkeit bietet, mit dem Referendariat zu beginnen. Die detaillierten Einstellungstermine der verschiedenen Bundesländer kannst du der Überblickstabelle entnehmen.

    Der Beginn des Referendariats hängt darüber hinaus von möglichen Wartezeiten ab, welche insbesondere in Großstädten keine Seltenheit sind. Bemühen sich mehr Bewerberinnen und Bewerber um einen Platz für das Referendariat als die tatsächliche Kapazität eines Oberlandesgerichts bzw. Bundeslandes zulässt, werden Wartezeiten verhängt. Diese variieren je nach Nachfrage von Einstellungstermin zu Einstellungstermin, sind im Großen und Ganzen allerdings eher rückläufig, da es immer weniger Juristinnen und Juristen gibt. Mit dem Antritt des Referendariats Jura beginnt ein öffentlich-rechtliches Ausbildungsverhältnis. Ausgenommen von diesem Ausbildungsverhältnis sind die Referendarinnen und Referendare, die den Vorbereitungsdienst in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen antreten. In diesen drei Bundesländern werden die Juristinnen und Juristen als Beamtinnen bzw. Beamte auf Widerruf eingestellt, insofern die dafür nötigen Bedingungen – wie beispielsweise die deutsche Staatsbürgerschaft – gegeben sind.

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    Feedback unserer Kunden zu unserer Beratung

    Das sagen unsere Kunden über OPTINVEST

    Von Google

    24.07.2026

    Angie

    Optinvest ist ein unabhängiger Versicherungsmarkler, mit Fokus auf Beamte. Wir wurden kompetent und ausführlich von Kathrin über PKV für Beamtenanwärter beraten. Die Beratung erfolgte online per Videochat. Es wurde sich Zeit genommen und alle Fragen ausfühlich beantwortet. Wir fühlen uns hier gut aufgehoben und würden Optinvest weiterempfehlen. Vielen Dank :)

    Von Google

    22.07.2026

    Dirk Matzik

    Sehr zugewandte Mitarbeiter, die konstruktive und sinnvolle Empfehlungen geben!

    Von Google

    19.07.2026

    Ece

    Ich habe meine Privat- und Berufshaftpflichtversicherung sowie meine Rechtsschutzversicherung über Optinvest abgeschlossen und bin sehr zufrieden. Sebastian hat mich während des gesamten Prozesses hervorragend beraten. Er hat sich Zeit genommen, meine persönliche Situation und meine Prioritäten zu verstehen, verschiedene Versicherer objektiv miteinander verglichen und mir die jeweils sinnvollsten und vorteilhaftesten Optionen aufgezeigt. Dadurch fiel mir die Entscheidung deutlich leichter. Besonders positiv fand ich, dass wir gemeinsam die für mich beste private Krankenversicherung ausgewählt haben und dabei mehrere Versicherungsgesellschaften miteinander verglichen wurden. Als Ärztin war es mir außerdem wichtig, dass auch die berufsspezifischen Versicherungen optimal auf meine Tätigkeit abgestimmt sind – genau darauf wurde geachtet. Ich hatte jederzeit das Gefühl, unabhängig, transparent und kompetent beraten zu werden. Wer eine umfassende und objektive Versicherungsberatung sucht, ist bei Optinvest meiner Meinung nach bestens aufgehoben.

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    17.07.2026

    Alina S

    Ich bin zur Beratung bezüglich Versicherungen für das Referendariat hier und fühle mich sehr gut aufgehoben und beraten. Mein Berater, Timo, ist auch sehr freundlich, erklärt viel und hilft mir die besten Optionen für mich zu finden.

    Von Google

    15.07.2026

    Sahin Türe

    Ich hab mich beim Timo bezüglich eines PKV Wechsels im Rahmen eines neuen Berufs gemeldet und wirklich von Anfang an (der unverbindlichen kostenlosen Erstberatung) wurde ich bestens beraten. Egal zu welchen Aspekten und nun haben wir eine richtig tolle PKV Versicherung zusammen gefunden. Ich kann Timo wirklich nur wärmstens empfehlen!

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    15.07.2026

    Hannah Fehlau

    Sehr gute, angenehme und kompetente Beratung. Ich habe mich mit allen Fragen sehr wohlgefühlt und konkrete Antworten bekommen. Sehr empfehlenswert; vielen Dank, liebe Kathrin!

    Von Google

    15.07.2026

    D. S.

    Die Terminvereinbarung ging sehr leicht und schnell. Man wird auch nochmals an den Termin erinnert, was sehr hilfreich ist. Ich wurde sehr gut und ausführlich von Timo beraten. Das Gespräch verlief auf einer lockeren aber auch professionellen Ebene. Alles in allem entspannt und unkompliziert. Kann es herzlichst weiterempfehlen.

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    13.07.2026

    Juliane Liening

    Sebastian hat mich zu den Themen PKV und BU sehr gut beraten. Kann ich nur weiterempfehlen. Vielen Dank!

    Von Google

    08.07.2026

    Elias Haddad

    Vielen Dank an Sebastian Koch für die tolle Beratung. Der gesamte Ablauf ist professionell, unkompliziert und angenehm. Egal was für eine Frage ich habe, Sebastian kann sie mir professionell beantworten, ohne dass ich Tage warten muss. Angebote versucht er perfekt passend vorzuschlagen und zu beraten, sodass man sich im Klaren ist, was das jetzt bedeutet oder wie jenes wiederum funktioniert. Absolute Empfehlung meinerseits, würde mich hier imme r wieder beraten lassen!

    Von Google

    03.07.2026

    Lucia Komesker

    Super Beratung & Engagement von Timo!
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    Die einzelnen Stationen im Überblick

    Wie lange dauert das Referendariat Jura?

    Das Referendariat Jura umfasst eine Dauer von zwei Jahren. Es beginnt nach dem erfolgreich bestandenen Referendarexamen und endet mit der zweiten Staatsprüfung, welche am Ende des Vorbereitungsdienstes abgelegt wird. Mit dem endgültigen Bestehen der zweiten Staatsprüfung erhält die Juristin bzw. der Jurist die Qualifikation zur Ausübung eines Richteramts. Auch ist die bzw. der ab dem Zeitpunkt als Volljuristin oder Volljurist zu bezeichnende Absolvent*in des Referendariats dazu befähigt, eine Beschäftigung im höheren allgemeinen Verwaltungsdienst auszuüben, wie beispielsweise eine Tätigkeit als Staats- und Rechtsanwalt oder gar Notar.

    Die verschiedenen Stationen des Referendariats, welche bereits im Kapitel “Was ist das Referendariat Jura?” angeschnitten wurden, vollstrecken sich jeweils über einen Zeitraum mehrerer Monate und umfassen im Gesamten die vollen zwei Referendariatsjahre. Der folgenden Tabelle kannst du entnehmen, in welchem Monat des Referendariats welche Station in der Regel absolviert wird:
     

    Zivilrechtsstation

    1. bis 5. Referendariatsmonat

    Strafrechtsstation

    6. bis 8. Referendariatsmonat

    Verwaltungsstation

    9. bis 11. Referendariatsmonat

    Anwaltsstation

    12. bis 20. Referendariatsmonat


    schriftliches Examen im 21. Monat 
     

    Wahlstation

    22. bis 24. Referendariatsmonat


    mündliche Prüfung ungefähr im 5. Monat nach den Klausuren

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    Der Verdienst

    Mit welcher Unterhaltsbeihilfe ist während des Referendariats zu rechnen?

    Referendarinnen und Referendare erhalten im Referendariat Jura kein monatliches Gehalt, sondern eine sogenannte Unterhaltsbeihilfe, welche sicherstellen soll, dass die auszubildende Person den eigenen Lebensunterhalt bestreiten kann. Wie viele andere Faktoren des juristischen Referendariats in Deutschland, unterscheidet sich auch die Höhe der Unterhaltsbeihilfe von Bundesland zu Bundesland. Während eine Referendarin bzw. ein Referendar in Mecklenburg-Vorpommern in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis mit rund 1295 Euro im Monat an der Untergrenze der Unterhaltsbeihilfe in Deutschland liegt, erhalten die Juristinnen und Juristen in Sachsen mit circa 1595 Euro rund 300 Euro mehr. Außerdem ist die Auszahlung eines Familienzuschlags möglich, welcher sich – je nach Familienstand sowie Lebenssituation – in den Ehegattenanteil und den Kinderanteil aufschlüsselt.

    Grundsätzlich kann die Unterhaltsbeihilfe mit dem Tag der Begründung des öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnisses – in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen mit dem Beginn des Beamtenverhältnisses auf Widerruf – und bis zum Ende des Prüfungsmonats der zweiten Staatsprüfung beansprucht werden. Bei Nichtbestehen der Prüfung ist eine Kürzung der Unterhaltsbeihilfe möglich.

    Neben der Unterhaltsbeihilfe ist das Ausüben einer Nebentätigkeit während des juristischen Referendariats grundlegend möglich. Findet der Nebenerwerb im Rahmen eines juristischen Kontextes statt, sind in einigen Bundesländern zehn Arbeitsstunden pro Woche erlaubt; bei einer Tätigkeit, die aus dem juristischen Rahmen herausfällt, werden oft lediglich acht Wochenstunden gestattet. Grundsätzlich soll der Nebenerwerb während des juristischen Referendariats der eigentlichen Ausbildung untergeordnet sein. Die Bundesländer divergieren darüber hinaus in den jeweiligen Anforderungen für eine Nebentätigkeit, daher solltest du dich unbedingt auf der Webseite deines Ausbildungsgericht individuell informieren. In jedem Fall muss der Nebenerwerb beim Präsidenten des jeweiligen Oberlandesgerichts, noch vor dem Beginn der Tätigkeit, genehmigt werden.

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    Aktuelle Übersicht

    Die Einstellungstermine & Unterhaltsbeihilfe nach Bundesland

    Bundesland

    Einstellungstermine

    Unterhaltsbeihilfe (brutto)

    Baden-Württemberg

    01.04.; 01.10.

    1352,51 Euro

    Bayern

    01.04.; 01.10.

    1452,08 Euro

    Berlin

    01.02.; 01.05.; 01.08.; 01.11.

    1487,52 Euro

    Brandenburg

    01.02.; 01.05.; 01.08.; 01.11.

    1473,26 Euro

    Bremen

    01.04.; 01.10.

    1333,61 Euro

    Hamburg

    in jedem geraden Monat

    1192,51 Euro

    Hessen

    in jedem ungeraden Monat

    1523,13 Euro

    Mecklenburg-Vorpommern

    01.06.; 01.12.

    1502,50 Euro *

    1295,00 Euro **

    Niedersachsen

    01.03.; 01.06.; 01.09.; 01.12.

    1276,63 Euro

    Nordrhein-Westfalen

    jeden Monat

    1325,17 Euro

    Rheinland-Pfalz

    01.05.; 01.11.

    1354,86 Euro

    Saarland

    01.03.; 01.09.

    1261,43 Euro

    Sachsen

    01.05.; 01.11.

    1595,10 Euro

    Sachsen-Anhalt

    01.03.; 01.09.

    1311,75 Euro

    Schleswig-Holstein

    in jedem geraden Monat

    1394,79 Euro

    Thüringen

    01.05.; 01.11.

    1300,00 Euro

    (aktualisierter Stand vom 01.09.2021)

    * im Beamtenverhältnis auf Widerruf
    ** im öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis

    Was dich bei OPTINVEST Beamte erwartet

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    Über den Autor

    Mirko Feller

    Mirko Feller

    Geschäftsführer • Leiter Beratung Beamte & öD • Finanz- & Versicherungsspezialist

    Mirko Feller ist Bankkaufmann, zertifizierter Versicherungsspezialist und Versicherungsfachmann (IHK). Als Gründer und Geschäftsführer von OPTINVEST Beamte ist er auf Versicherungslösungen für Beamte, Beamtenanwärter und deren Familien spezialisiert. Sein Schwerpunkt liegt auf Konzepten zur privaten Krankenversicherung, die auf das Beihilfesystem und die besonderen Anforderungen einer Laufbahn im öffentlichen Dienst abgestimmt sind.

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