Die private Krankenversicherung funktioniert nach dem sogenannten Äquivalenzprinzip. Das heißt: Dein Beitrag wird individuell berechnet – abhängig von deinem Eintrittsalter, deinem Gesundheitszustand beim Vertragsabschluss und den Leistungen, die du auswählst. Dafür musst du im Antrag Gesundheitsfragen beantworten, wobei je nach Behandlung auch Angaben zu mehreren Jahren in der Vergangenheit erforderlich sind.
Vorerkrankungen werden von den einzelnen Versicherern unterschiedlich bewertet. Das kann dazu führen, dass Beiträge variieren oder Risikozuschläge erhoben werden. Gerade im Lehramtsreferendariat in NRW kann es deshalb sinnvoll sein, vorab eine anonyme Risikovoranfrage über einen spezialisierten Makler durchführen zu lassen. So bekommst du eine erste Einschätzung mehrerer Versicherer, ohne dass deine persönlichen Daten direkt weitergegeben werden. Klassische Online-Vergleiche bieten diese Möglichkeit oft nur eingeschränkt.
Da spätere Anpassungen des Tarifs in vielen Fällen erneut eine Gesundheitsprüfung auslösen, ist es ratsam, sich von Beginn an für eine Lösung zu entscheiden, die auch langfristig zu dir passt.
Wenn bereits ernsthafte Vorerkrankungen bestehen, gibt es für angehende Beamte unter bestimmten Voraussetzungen die sogenannte Öffnungsaktion der PKV. Sie kann den Zugang zur privaten Krankenversicherung erleichtern, ist jedoch an bestimmte Bedingungen geknüpft.
Grundsätzlich gilt: Je früher du dich für die PKV entscheidest, desto besser können die Rahmenbedingungen sein. Ein niedrigeres Eintrittsalter wirkt sich meist positiv auf den Beitrag aus, und auch die gesundheitliche Vorgeschichte ist in jungen Jahren häufig weniger umfangreich.